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Bildungsreise 2007 3SZ Istanbul

Ahmet Altan:
Der Duft des Paradieses


Ishan Oktay Anar:
Der Atlas unsichtbarer Kontinente


Leyla Erbil:
Eine seltsame Frau


Nedim Gürsel:
Der Eroberer


Yasar Kemal:
Zorn des Meeres


Yasar Kemal:
Auch die Vögel sind fort


Zülfü Livaneli:
Der Eunuch von Konstantinopel


Barbara Nadel:
Der gläserne Käfig


Aziz Nesin:
Sûrname, Man bittet zum Galgen


Emine Sevgi Özdamar:
Die Brücke vom goldenen Horn


Demir Özlü:
Der Beginn einer Liebe


Orhan Pamuk:
Das schwarze Buch


Elif Shafak:
Spiegel der Stadt


Latif Tekin:
Der Honigberg


Ahmet Ümit:
Nacht und Nebel

Emine Sevgi Özdamar: Die Brücke vom goldenen Horn

 

„Zwischen Asien und Europa gab es damals, 1967, noch keine Brücke“

 

Eine junge Türkin hat genug von der Schule. Angetan von Shakespeare und dank einer grossen Schauspielbegabung, setzt sich der Gedanke vom Theater zu leben in ihr fest. Sie verlässt um 1960 ihre Heimatstadt Istanbul, um in Berlin als Fabrikarbeiterin Geld zu verdienen und später dann in Istanbul die Schauspielschule besuchen zu können. In Berlin kommt sie mit türkischen Kommunisten und 68er Jugendlichen in Berührung und verliert ihre Jungfräulichkeit. Zurück in Istanbul besucht sie eine Schauspielschule und kämpft nebenbei weiter mit den Jungen und den alten Kommunisten gegen die faschistisch agierende Polizei.

Was mit einem Traum von der Bühne begonnen hat, endet in einem blutigen Desaster. Die Istanbuler Linken werden brutal niedergeschlagen, eingesperrt und gefoltert.

Der Roman der deutsch schreibenden Autorin wurde vor allem gelobt für die witzigen Sprachbetrachtungen aus Arbeiterinnensicht. Ausserdem ist es ein Dokument, das zeigt, dass auch die Türkei ihr 1968 hatte. Vor allem aber ist dies ein autobiographisches Buch einer jungen Türkin, welche hin und her gerissen von einer Welt der Liebe zu den Männern und der Politik, ständig zwischen dem asiatischen und europäischen Stadtteil Istanbuls hin und her pendelt.

 

Janine Grieder

 

 
 
 
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