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Bildungsreise 2007 3SZ Istanbul

Ahmet Altan:
Der Duft des Paradieses


Ishan Oktay Anar:
Der Atlas unsichtbarer Kontinente


Leyla Erbil:
Eine seltsame Frau


Nedim Gürsel:
Der Eroberer


Yasar Kemal:
Zorn des Meeres


Yasar Kemal:
Auch die Vögel sind fort


Zülfü Livaneli:
Der Eunuch von Konstantinopel


Barbara Nadel:
Der gläserne Käfig


Aziz Nesin:
Sûrname, Man bittet zum Galgen


Emine Sevgi Özdamar:
Die Brücke vom goldenen Horn


Demir Özlü:
Der Beginn einer Liebe


Orhan Pamuk:
Das schwarze Buch


Elif Shafak:
Spiegel der Stadt


Latif Tekin:
Der Honigberg


Ahmet Ümit:
Nacht und Nebel

Aziz Nesin: Sûrname, Man bittet zum Galgen

 

Mit grossem Trara wird der Protagonist Hayri zum Galgen geführt. Eine Masse von Leuten hat sicher versammelt und folgt erwartungsfroh dem Geschehen. Für Verpflegung und Unterhaltung während der Wartezeit ist gesorgt: Es werden Sesamkringel, Nüsse, Huren und vieles mehr feilgeboten. Das Volk, ob arm oder reich, giert darauf die Lektion zu lernen, welche ihm durch die Justiz vor Augen geführt wird.

 

Zur Zeit des Osmanischen Reiches war die „Sûrname“ die literarische Form, um von grossen Festen und Feierlichkeiten ausführlich zu erzählen. Aziz Nesin hat sich diese Form zu eigen gemacht, um zu zeigen, wie der kleine Barbier Hayri zuerst vom Opfer zum Täter gemacht wird und dann vom berüchtigt-gefürchteten Gefangenen zum Opfer der Justiz.

Es ist eine Satire auf eben diese Justiz und den ganzen türkischen Staat, wo es an mehr als nur an Ordnung und Organisation mangelt. 

 

Judith Fuog

 

 
 
 
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