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Ahmet Altan:
Der Duft des Paradieses
Ishan Oktay Anar:
Der Atlas unsichtbarer Kontinente
Leyla Erbil:
Eine seltsame Frau
Nedim Gürsel:
Der Eroberer
Yasar Kemal:
Zorn des Meeres
Yasar Kemal:
Auch die Vögel sind fort
Zülfü Livaneli:
Der Eunuch von Konstantinopel
Barbara Nadel:
Der gläserne Käfig
Aziz Nesin:
Sûrname, Man bittet zum Galgen
Emine Sevgi Özdamar:
Die Brücke vom goldenen Horn
Demir Özlü:
Der Beginn einer Liebe
Orhan Pamuk:
Das schwarze Buch
Elif Shafak:
Spiegel der Stadt
Latif Tekin:
Der Honigberg
Ahmet Ümit:
Nacht und Nebel
| | Aziz Nesin: Sûrname, Man bittet zum Galgen
Mit grossem Trara wird der Protagonist Hayri zum Galgen geführt. Eine Masse von Leuten hat sicher versammelt und folgt erwartungsfroh dem Geschehen. Für Verpflegung und Unterhaltung während der Wartezeit ist gesorgt: Es werden Sesamkringel, Nüsse, Huren und vieles mehr feilgeboten. Das Volk, ob arm oder reich, giert darauf die Lektion zu lernen, welche ihm durch die Justiz vor Augen geführt wird.
Zur Zeit des Osmanischen Reiches war die „Sûrname“ die literarische Form, um von grossen Festen und Feierlichkeiten ausführlich zu erzählen. Aziz Nesin hat sich diese Form zu eigen gemacht, um zu zeigen, wie der kleine Barbier Hayri zuerst vom Opfer zum Täter gemacht wird und dann vom berüchtigt-gefürchteten Gefangenen zum Opfer der Justiz.
Es ist eine Satire auf eben diese Justiz und den ganzen türkischen Staat, wo es an mehr als nur an Ordnung und Organisation mangelt.
Judith Fuog
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